Buddhismus – 8fache Pfad -Teil 1

Heute wieder ein bißchen über Buddhismus.

Wie angekündigt, der Achtfache Pfad. Aber nur erst nur mal ein Viertel

Rechte Erkenntnis

Rechte Gesinnung

Rechte Erkenntnis: wenn du dir nicht bewusst bist, dass du leidest, hast du keine Chance was daran zu ändern.

Leiden ist so ein großes Wort. Ich habe ja nicht gelitten in dem Sinne, dass ich mir Tag und Nacht Gedanken gemacht habe und Gram Zerfressen durch die Gegend geschlichen bin. Es ist ja ehe eine Unzufriedenheit. Von der man sich aber nicht los machen kann weil man z.B. den Job braucht, schon so viel Geld für die ganzen Sachen ausgegeben hat und das sollte ja nicht umsonst gewesen sein, mit Menschen zusammenarbeiten muss, die man am liebsten von Hinten sieht. Es sind die vielen kleinen Dinge die man will oder nicht will, die einen leiden lassen.

Wir laufen durch die Gegend und werten ständig. In gut, schlecht, niedlich, blöd, schön, bescheuert u.s.w.. Und das stößt in unserem Kopf jedes mal einen Prozess an der ablehnt oder anhaftet. Wir versuchen das Schöne in unserem Leben zu erhalten und das was wir ablehnen raus zu halten.

Versuchen wir einfach mal nicht zu werten. Wir benennen die Dinge wertfrei beim Namen.

Rechnung, Hundekacke, Smartphone, Gehweg, Gebäude… das ist super schwer. Erkenne woher dein „Leiden“ kommt und dann kannst du dich nach und nach davon lösen.

Rechte Gesinnung: Jetzt weiß man also woher das Leid kommt und jetzt sollten wir versuchen, den Wandel zu akzeptieren. Endlichkeit. Alles hört irgendwann auf. Ein Auto muss zum Schrott, eine Tüte Chips ist irgendwann alle, sterben, vergehen, Transformation.

Es passiert immer irgendwas. Und man kann da ganz stressfrei zuschauen. Wir entsagen. Und damit wird nicht Askese und Selbstkasteiung gemeint. Wir sollten in der Lage sein, das Schöne in unserem Leben besser zu genießen, weil wir wissen und uns damit abfinden, dass es vergänglich ist und uns damit abgefunden haben. Ebenso brauchen wir uns nicht zu stressen das Schlechte von uns fern zu halten, weil es eh vorbei gehen wird. Und wenn wir keine Kraft mehr investieren um Dinge zu vermeiden oder zu behalten, dann können wir ganz tief los lassen und davon kommt dann eine tiefe Gelassenheit. Und mit dieser Gelassenheit kann sich ganz tiefes Mitgefühl und wirkliche Güte entwickeln. Weil man ja nichts mehr für sich selber haben muss.

Das ist erst mal ganz viel Denkarbeit. Aber es lohnt sich – meiner Meinung nach. Selbst wenn man sich nicht irgendwann mit Meditation oder Mantras beschäftigen möchte.

2 Gedanken zu “Buddhismus – 8fache Pfad -Teil 1

  1. Ich mutmaße, dass du mit Güte in Richtung liebende Güte, womit Meta oft übersetzt wird. Mein Ego findet die Bedeutung von grenzloser Freundlichkeit geeigneter. Güte ist heute ein leicht zu missverstehender Begriff. Findest du nicht?
    MfG toe

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