Marmelade

Warum jetzt schon übers Marmelade einkochen schreiben? Damit ihr Zeit habt Gläschen zu sammeln.

Dann habe ich noch ein paar nette Etiketten für euch als PDF Datei. Man kann sie gleich auf Klebefolie ausdrucken, ausmalen, oder auf normalem Papier ausdrucken und mit einem Klebestift aufkleben. klebchen

Und man kann seine eigenen Gläschen auch nett etikettieren, nicht nur die, die man verschenken möchte. Selbst gemacht, von mir – für euch.

IMG_20140721_105946Ich liebe es Marmelade einzukochen. Kaum etwas ist entspannender und meditativer als blubbernde Marmelade.

Früher – mochte ich keine Marmelade.

Aber da die Wurst tatsächlich noch beim Metzger gekauft wurde, wäre es einfach zu kostspielig gewesen, wenn wir uns zum Frühstück schon über den Aufschnitt hätten hermachen dürfen.

Heute geht das zwar, da dank der Industrie das Essen immer billiger wird (das es hier nur ums Essen und nicht um Nahrung geht dürfte klar sein.) aber falls man nicht den letzten billig Schrott aus Fett, Salz, Zucker und Chemie in sich reinstopfen möchte, wird auch das mit er Zeit recht teuer.

Wie wärs deswegen mal mit selbstgemachter Marmelade?

Beim wandern in der Uckermark hatte ich 1000 Fagezeichen im Kopf. Dort vergammeln Tonnen von Früchten an den Wegrändern. Kilometerweit im Wechsel Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen und sonst noch was. Und die Menschen in den Gärten an denen wir vorbei gelaufen sind, hatten Schwartau Marmelade auf den Tischen stehen. Ich habe gefragt wem die Bäume gehören und alle meinten, die gehören niemandem und das würde nie gepflückt werden. Verstehe das wer will.

Zu bestimmten Zeiten bekommt man Obst hinterher geworfen. Während ich selber an Sauerkirschen erstickt bin, warfen mir wohlmeinende Schrebergartennachbanrn gerne das ein oder andere noch über den Zaun. Obendrein findet man z.B. in Halle auch z.B. auf der Rabeninsel, um den Hufeisensee oder am Kanal unzählige Mirabellenbäume – zur freien Verfügung. Als ich keinen Garten mehr hatte, habe ich einfach in Schrebergärten nach gefragt, wenn ich gesehen habe, das Obst gammelt nur so vor sich hin, ob ich mir was pflücken darf. Ich habe nie eine Absage bekommen. Im Gegenteil. Man hat mich für die nächste Erntesaison bestellt und hat sich volle Bude gefreut, dass jemand Verwendung für den Überfluss hat.

Und dann gibt es ja noch die geniale Webseite http://mundraub.org/ Hier findet man auch Obst zur freien Verfügung. Den zuckerigen Dreck zu kaufen ist nicht wirklich nötig.

Ich habe nie solche Marmeladen-Einkoch-Marathons veranstaltet. Ich konnte auch mal gut nur zwei Liter Marmelade einkochen. Nicht gleich einen Riesenbottich und dann 0,5Liter Gläser mit Marmelade vollwamsen. Ich mag die kleinen Gläschen am liebsten. Von Brotaufstrichen, Kapern und so was. Die allerbesten sind von Zwergenwiese, die haben gerade Glaswände. Die müssen wirklich gründlich ausgewaschen und noch mal sehr heiß ausgespült werden. Ich stelle sie gleich in die Nähe des Marmeladenkochtopfes umgekehrt auf ein sauberes Geschirrtuch.Ohne abtrocknen!

Ich benutze am liebsten 3:1 Gelierzucker. Das sind 500g Päckchen und man braucht als 1,5 kg Früchte.

Dann entsteine oder schnippele ich das Obst.

Einmal waren es Himmbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen und Mirabellen. Dabei höre ich ???. (Ganz wichtig)

Dann kommt alles in einen Topf und wird püriert (wie mans halt haben will)und wenn es ca. 4 Minuten blubbert, schütte ich alles in die vorbereiteten Gläser.

Zudrehen, umdrehen, abkühlen lassen.

IMG_20140721_171137

Und wenn ich wie in einem Jahr z.B. nur 300g Himmbeeren habe, dann nehme ich nur 100g 3:1 Gelierzucker, es gibt nur zwei Gläser und das ist auch ok.

Und wenn man dann noch niedliche Schildchen bastelt und drauf klebt und kleine Läppchen zurechtschneidet und drauf bindet – dann hat man ein kleines Geschenk. Ein kleines, nachhaltiges, veganes Supergeschenk. :o)

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