Fasten – zu Hause

Der Frühherbst ist eine fantastische Zeit zum fasten. Irgendwie hat jeder schon mal mit dem Gedanken gespielt, aber keiner traut sich so richtig ran. „Das schaff ich nicht, so lange nichts zu essen.“ ist so die gängige Ausrede. Oder „Wenn ich hungrig bin, da werde ich voll aggressiv.“

Nun ist es schon ein Unterschied, ob man gestern noch schön mit einer Pizza vorm Fernseher gesessen hat und am nächsten Tag spontan entschließt einfach nichts mehr zu essen, oder sich darauf vorbereitet. Aber eine Fastenkur ist oft sehr teuer. Und viel Geld zu bezahlen um irgendwo hin zu fahren und nichts zu essen das erscheint manchen irgendwie sinnfrei. Und wenn man nur ein paar Tage Urlaub hat, dann will man den am liebsten auch mit Spaß verbringen. Also rein in die Futterluke und hoch die Tassen.

Also nicht die knappen Ressourcen an Geld und Urlaubstagen mit Quälerei verschwenden.

Aber es gibt so ein paar Zeichen, die anzeigen, dass ein absolutes Runterfahren und ein Neustart sinnvoll wären.

Immer müde und abgeschlagen, Allergien, unreine Haut, Antriebslosigkeit, immer wieder Versuche die Ernährung um zu stellen aber ein Rückfall in die Dönerbude, allgemeine Steifheit, Verdauungsproblemchen… sind nur ein paar Anzeichen.

Und wenn man dem entgegen wirken möchte, dann hält es der Rest der Familie bestimmt auch mal aus, sich ein paar Tage zu versorgen und sich selbst Brote zu schmieren.

Ja, war nicht so einfach mit einer Tasse Tee da zu sitzen und zu gucken wie das liebe Fräulein ein Stück Milkakuhflecktorte mampft, aber es ist machbar.

Ich faste regelmäßig. Also seit über 10 Jahren, jedes Frühjahr und jeden Herbst. Weil Fasten eben so eine fantastische Sache ist, habe ich mich 2014 auch zur Fastenleiterin ausbilden lassen.

Und weil man hier in Freiimfelde eine Menge Möglichkeiten hat, kann ich hier nun auch eine Fastenwoche anbieten. Weil gerade für Anfänger ist es vielleicht einfacher, wenn man es zusammen macht. Wenn jemand da ist, der einen aufmuntert und bestärkt, der den ein oder anderen Tipp hat wenn der Kreislauf oder die Motivation schlapp machen.

Wie soll also so eine „ambulante“ Fastenwoche ablaufen.

Am 16.9. gibt es um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung im Nachbarschaftsladen dazu. Dort gibt es alle relevanten Infos zum Fasten und Fragen werden beantwortet. Bis zum 23.9. sollte man sich dann entschieden haben ob man will oder nicht, denn dann ist die „Auftakt“ Veranstaltung. Hier gibt es einen Essensplan für die Entlastungstage, eine Einkaufsliste, neue Fragen werden geklärt und ich sammle von jedem Teilnehmer 150€ ein.

Die Entlastungstage sind notwendig. Um so leichter fällt natürlich dann das Fasten. Man sollte schon versuchen in der Woche vorher auf Kaffee und Alkohol zu verzichten. Süßigkeiten zu reduzieren und ein paar andere Dinge. Mir fällt das bei Kaffee immer ganz schwer und ich trinke auch an den Ausgleichstagen ein kleines Tässchen. Dafür werde ich dann mit Kopfweh nicht unter zwei Tagen bestraft.

Richtig los geht’s am 29.9.. Wir treffen uns Abends. Die letzte Mahlzeit, die nicht der Rede wert sein wird, liegt dann schon hinter uns. Letzte Fragen werden geklärt, eine Stunde Tiefenentspannung durch autogenes Training wird es geben und jeder bekommt sein Paket mit fast allem was er für die Woche braucht. Zu Hause macht dann jeder was zu tun ist und am Samstag morgen treffen wir uns wieder. Ein paar gemeinsame Tassen Tee, zwei StundenYoga, Atemübungen und Tiefenentspannung. Sonntag morgen gibt es wieder ein Teefrühstück mit anschließendem Yoga und wenn das Wetter passt, werden wir eine Runde um den Hufeisensee spazieren.

Den Montag steht jeder für sich durch. Es ist Tag drei, da hat sich unser Körper schon ein bißchen damit abgefunden, dass kalorienarme Zeiten auf ihn zukommen. Trotzdem stehe ich natürlich auch telefonisch zur Verfügung. Dienstag treffen wir und Abends. Yoga, Tiefenentspannung und Erfahrungsberichte bei ein paar Tassen Tee stehen auf dem Programm.

Mittwoch und Donnerstag werden wieder alleine durchgestanden und Freitag absolvieren wir noch mal das gleiche Programm wie Mittwoch.

Samstag treffen wir uns wieder zum Teefrühstück. Die Yogapraxis wird natürlich den Teilnehmern angepasst. Danach steht wieder ein langer Spaziergang oder ein Besuch im Stadtbad auf dem Plan. Es besteht auch die Möglichkeit ein Kräuterseminar zu organisieren, was dann – wenn genug Teilnehmer Interesse haben, dazu gebucht werden kann.

Sonntagfrüh, Teefrühstück, Yoga und Tiefenentspannung, danach gemeinsames Fastenbrechen.

Essensplan und Einkaufsliste für die Aufbauwoche wird auch wieder verteilt.

Das ist ein entspannendes Programm.

Ja doch.

Mitmachen darf fast jeder. Schwangere, Kinder oder Menschen mit Essstörungen oder Herzschrittmachern möchte ich aber ausschließen.

Wer vorher abbrechen möchte, weil er es einfach nicht aushält, dann ist das natürlich möglich. Wer nicht mehr kann der bekommt dann einen passenden Essensplan. Wer abbricht und gleich sofort irgendwas fettes und oder salziges isst, der bekommt Verdauungsprobleme für die ich dann keine Verantwortung übernehmen werde. Wer zwischendurch dann doch mal rumnascht, weil er für die Familie kochen muss und dann wenigstens mal probieren will, ob es schmeckt, der macht es sich damit nicht leichter und für den kann es wirklich eine Qual werden.

Aber da solche Fragen ja vorab geklärt werden können, wird es wohl nicht so dramatisch werden.

Ich freue mich in jedem Fall, wenn ich Menschen vom Fasten begeistern kann und über jeden Teilnehmer der mutig den Entschluss fast mal eine Woche durch zu halten.

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