Ausflugsziel Schrottplatz

 und Gußeisen einbrennen –  wie geht das

Da wollte ich eigentlich schon letzten Sommer darüber berichten.

Auf der Suche nach Eisenprofilen für meinen Bauwagen, die so günstig wie Möglich sein sollten, führte mich mein Lieblingskumpel eines Tages auf den Schrottplatz. Hier in Halle haben wir tatsächlich mehrere Schrottplätze, aber der Größte und Schönste ist in Trotha am Hafen.

Und jeder, der gerne rumbastelt oder auf der Suche ist nach kreativer Inspiration, kann ich einen Besuch beim Schrotthändler nur ans Herz legen.

Am Anfang war ich etwas Mißmutig, weil ich nicht wusste was auf mich zukommen würde. Wir gingen ins Büro und jeder bekam, für 5 Euro Pfand, eine gelbe Warnweste. Hinten stand „Besucher“ drauf.

Und dann liefen wir, an ein paar Containern und Schrotthaufen vorbei auf einen sehr, sehr großen Platz. Überall standen Container rum, die aber auch offen waren, sodas man bequem rein gucken konnte.

Alles war nach Material gut sortiert. In der Edelstahlabteilung standen blitzsaubere, blinkende Spülen, Siebe und ganze Einrichtungen für Großküchen, mit riesen Durchschlagsieben und solchen großen Edelsahl Bottichen. Nun ich würde nie angegammeltes für meine Küche verwenden, aber die meisten Teile wären ohne weiteres für mich als NEU durchgegangen. Natürlich auch viel verbeultes darunter, aber zwischendurch hat immer mal ein tolles Teil durchgeguckt. Aus großen Edelstahltschüsseln kann man prima Lampen basteln und die Siebe werfen auch noch ein tolles Muster an die Wände.

Ein ganzer Container war bestückt mit Gußeisernen Töpfen und Kesseln. Und hier habe ich mich auch total gewundert.Vieles sah unbenutzt aus. So alte Kuchenformen und Kessel waren angerostet, aber nicht so, dass man sie nicht hätte noch rausputzen können.

Und mit so schweren, schwarzen Gußeisernen Töpfen, kann man ziemlich gut auf offenem Feuer kochen. Deshalb erkläre ich am Ende mal wie ich meinen „eingebrannt“ habe. Das muss nämlich sein, wenn man sich einen alten wieder zurecht machen will.

Auf dem Aluhaufen habe ich eine ganze Hand voll alter DDR Münzen gefunden und Besteck und Fahrradramen. Auf irgend einem Haufen mit Kleinteilen lag unzählig viel Besteck und sah echt alt aus, Lampen, Dekoartikel, Stuhlrahmen wo man mit einem schicken Brett als Sitzfläche ein echtes Designstück gehabt hätte.

Der Kupferberg war natürlich nicht ganz so hoch und bestand überwiegend aus Rohren. Aber ein zwei alte Kuchenformen habe ich dawischen gesehen. Und mit dunklem Holz und Kupferrohren hab ich schon wirklich schöne Möbel oder Dekostücke in irgendwelchen „Schöner wohnen“ Heftchen gefunden.

Zum Schluss nimmt man alles und bringt es an die Waage, dort wird das Gewicht aufgeschrieben und man bezahlt danach. Egal wie cool das Teil ist das man gefunden hat.

Wir waren mit den Rädern da, also habe ich eigentlich nur einen richtig großen Hundenapf aus Edelstahl mit genommen und Micha ein Eisenstück das als Ambos dienen sollte und ein paar Profile.

Aber das war nicht mein letzter Besuch. Ich war also noch zwei mal da. Einmal mit meiner Schwester die ja ein Auto mit hatte. Ich so „Juhu!“

Aber an diesem Taghatte ich nichts gefunden. Das kann auch passieren. Es ist halt immer Bewegung auf de Platz.

So, aber wenn man doch mal da ist und einen tollen Topf aus Gußeisen gefunden hat und denkt man will damit was kochen, dann muss der wie zuvor erwähnt eingebrannt werden.

Dass sollte übrigens jedes mal gemacht werden, wenn man einen alten Topf aus versehen richtig abwäscht. Mit Topfkratzer und allem drum und dran.

Mein Dutchoven stande ja nun während meiner ganzen Spanienzeit im Auto und hatte Rost angesetzt. Obendrein hatte er ein zwei kleine Stellen wo mal was angebrannt war und nicht richtig sauber gemacht wurde.

Also musste er mal richtig sauber gemacht werden. Normalerweise sollte man solche Töpfe nur feucht reinigen und dann ganz wenig mit Öl einpinseln. Aber hier musste an die Roststellen sogar eine weiche Drahtbürste ran.

Zum einbrennen findet man im Netz wirklich viele Tipps.

Ich konnte es so machen:

Den Topf und den Deckel mit Sonnenblumenöl überall, Außen und Innen einpinseln. Schön fett.

Backofen auf höchste Stufe stellen, und dann Topf und Deckel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stellen und so lange drin lassen bis das Öl weg ist. Dauert eine Weile. Ich konnte das auch nur machen weil der Backofen groß genug war und vor allem die Küche einen direkten Ausgang zum Garten hatte. Es muss nämlich sehr gut durchgelüftet werden.

Aber nach einer Weile war der Topf wie neu und es ist danach nichts mehr angebrannt.

Seltsam, aber so steht es geschrieben…

5 Gedanken zu “Ausflugsziel Schrottplatz

  1. Da muss ich doch mal direkt nachschauen ob so ein schöner Schrottplatz auch bei uns zu finden ist… mein Bruder hat einen schicken Schrebergarten und ist Schreinener, also mit schicken Metalrahmen für Stuhl oder Bänke lässt sich da bestimmt was schickes zaubern….danke für die tolle Inspiration. .

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