Gesundheit im Bauwagen

Mit sinkenden Temperaturen stieg bisher immer mein Verbrauch an Hustenbonbons. Ende Oktober, Anfang November hatte ich immer die erste fette Erkältung. Mit dickem Kopf auf dem Sofa liegen, Nase verstopft und Hals wund. Nur mit kleinen Schlucken Salbei Tee trinken und alles an freiverkäuflichen Medikamenten einwerfen, was man so bekommen kann. In einer Saison hatte ich bisher immer über 100€ aus gegeben, erst mal irgend was zum Vorbeugen, ich hab das als erstes immer im Hals gemerkt und dann war es meistens schon zu spät, trotzdem wurde es ein paar Tage versucht mit Heilmittlechen aus der Apotheke. Dann wenn alles zu spät war, Hustenlöser für Tags, Hustenstiller für Nachts, Nasenspray, Halstabletten, Ohrentropfen (bei mir legt sich Schnupfen immer auf die Ohren) – das übliche.

Und das zu einer Zeit wo ich in einer gleichmäßig gut beheizten Wohnung gelebt hatte. Eine Wanne für ein Erkältungsbad hatte, Rotlichtlampe, Inhalator, elektrischen Wasserkocher und eine Waschmaschiene um durchgeschwitzte Sachen sofort zu waschen.

Obendrein hatte ich auch noch einen warmen Arbeitsplatz. Keinen Grund um ständig krank zu werden. Aber ich bin halt empfindlich – so dachte ich. Prinzessin auf der Erbse.

Und ich dachte schon, was wird das im Bauwagen werden? Wie wird das sein mit Fieber auf dem Kompostklo zu sitzen? Kopfschmerzen, Halsweh und der Ofen geht nicht an? Wenn ich Wasser für Tee erst im Kanister holen muss? Oder trotz Kopf und Gliederschmerzen erst mal Holz hacken und rein holen muss. Wird es mich der liebe Freund des lieben Fräuleins spüren lassen, dass er keine Lust drauf hat die Schwiegermutter in Spe von November bis März regelmäßig in der Besucherritze gesund zu pflegen?

Und mir war ein wenig mulmig.

Und nun? Tatsächlich gab es zwei Gelegenheiten wo sich mein Hals ein wenig kratzig angefühlt hatte. Zwei 08/15 Hustenbonbons gelutscht. Fertig.

Was tue ich um gesund zu bleiben?

Tee trinken: am liebsten Kräutertee. Morgens mach ich mir eine Kanne und versuche die noch am Vormittag alle zu kriegen.

Ingwer Wasser: Kommt nach dem Tee in die Kanne und wird dann bis zum Abend getrunken.

So wie man es sich abgewöhnt hat viel Flüssigkeit zu brauchen, kann man es sich auch wieder angewöhnen. Zwei Liter Kaffee zählen nicht.

Nasenspühlung: Auf dem Foto sieht man mein Kännchen für meine morgendliche Nasenspühlung. Man hällt sich den Rüssel an ein Nasenloch und schüttet da Salzwasser rein und dann läuft es aus dem anderen Nasenloch wieder raus.

Da es Salzwasser ist und ungefähr den gleichen Salzgehalt wie andere Körperflüssigkeiten hat, brennt es nicht. Ich nehme da immer Salz mit drei Fingern und mach das Kännchen dann voll Wasser. Das haut eigentlich immer hin. Das ist auch eine Gewöhnungssache, aber wirklich das beste was man seinen Nebenhölen antun kann.

Tja, mehr mache ich eigentlich nicht. Frische Luft natürlich, aber die ist ja immer im Wagen, besonders wenn der Wind pfeift.

Ich hänge nicht mit Leuten ab die mich anstecken könnten – ist vermutlich der gewichtigste Faktor.

Aber ansonsten – ist es ja eigentlich nicht viel.

Bleibt Gesund.

2 Gedanken zu “Gesundheit im Bauwagen

  1. Du bist robuster geworden. Und dein Körper ist abgehärtet durch deine gesunde und positive lebenseinstellung. Es kommt auf die Gedanken an. Bei uns stürmt es wie irre.

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