Der Bauwagen im März

Nachdem ich im Februar schon im Shirt in der Sonne draußen gesessen habe, konnte ich mir gut vorstellen, dass ich das Titelbild für März im Sommeroutfit schmücke.

Aber ich hatte mir auch vorgenommen die Fotos vom Bauwagen am jeweiligen 1. des Monats zu machen. Und der 1. März 2019 ist in Halle grau und verregnet.

Was aber ziemlich notwendig ist, deswegen werde ich auf keinen Fall meckern. Der Februar war ohnehin viel zu trocken und wenn es jetzt nicht mal ein paar Tage durchschifft, dann sehe ich schwarz für dieses Gartenjahr.

Nun, was ist zu tun diesen Monat im Bauwagen? Holz holen gehört nicht mehr zu den wichtigsten Aufgaben, denn morgens sind es 16 Grad und ein kleines Feuerchen ist da eigentlich Luxus. Abends gibt’s auch nur ein kleines, kurzes Feuerchen und das ist wirklich ausreichend. Was ziemlich gut ist, denn wenn es nicht ausreichen würde, hätte ich die Arschkarte gezogen. Ich verfeuer nämlich jetzt wirklich nur noch die letzten Reste die noch unterm Wagen liegen. Richtige Scheite sind gar keine mehr dabei.

Nach Aschermittwoch beginnt ja am 7.3. die Fastenzeit. Natürlich werde ich nicht durchfasten, also wirklich nicht, aber ansonsten fast den selben Zauber wie in den Rauhnächten veranstalten. Also kein Alkohol, jeden Tag laufen, Viel meditieren und „Clean eaten“. Was soviel heißt wie kein Zucker oder Ersatzstoffe, kein Weißmehl, keine Fertigprodukte u.s.w.. Am 20.3. wird Tagundnachtgleiche bzw. Osara gefeiert, mit Lagerfeuer und etwas Räucherwerk. Da kein Alkohol getrunken wird, wird nackttanzen wohl ausfallen.

Im Bauwagen wird wieder mal umgebaut.

Das Sofa kommt wieder weg vom Ofen, weil der ja eh nicht mehr so oft angemacht wird, und wird vors Fenster geschoben. Wie ich das letzten Sommer auch schon hatte. Jetzt ist es ja schon hell wenn ich meinen ersten Tee schlürfe, da kann man besser aus dem Fenster gucken. Dann habe ich einen tollen Einfall bekommen wie ich mir eine feine Sitzecke an die Türe baue, mit Tisch und so.

Die Wintersachen werden durchgesehen, geflickt oder entsorgt und verstaut. Meine Sommersachen werden wieder in greifbarer Nähe gelagert. Ja, mag sein, dass es noch zu früh ist, aber egal. Ich habe vor einer Woche schon mal probehalber Sandalen getragen und es hat sich gut angefühlt. Frisch, aber gut.

Der liebe Hund und Fibie genießen das wärmere Wetter auch gewaltig und werden von nun an wieder öfter draußen rum liegen wenn ich im Garten stehe. Überall auf dem Schuttplatz sieht man Weidenkätzchen und Vögel gibt es auch wieder Massenweise. Die waren, trotz Fütterung, im Winter weg und nur die Ratten haben an meinen Meisenknödeln genagt.

Und obwohl ich jeden Tag versuche bewusst wahr zu nehmen um mir alle Eindrücke fest in mein Gedächtnis zu pflanzen, rast die Zeit und ein Sechstel des Jahres ist schon rum.

Deswegen kann ich meine Pläne nicht ruhen lassen. Ich muss drauf rum denken. Sonst ist 2020 und ich steh immer noch mit Gummistiefeln in der Ackerfurche und gucke planlos aus der Wäsche.

Ich habe schon einen richtigen Reisepass und diesen neuen EU Führerschein beantragt. Man weiß ja nie. Ist aber alles erst Anfang April fertig.

Aber jetzt ist erst mal März. Und meine Wagentüre steht jetzt wieder auf.

Juhu wie spannend.

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