Der Bauwagen im April

Kreiiiiisch…wir sind im zweiten Quartal! Das geht ja alles ein bißchen schnell irgendwie.

Was ist im April zu tun? Die letzten Holzreste werden verfeuert, aber oft eigentlich nur der Gemütlichkeit wegen. Morgens bleibt der Ofen gleich ganz aus. Nur wenn die Sonne gar nicht gucken will, dann kann man mal ein paar Zweige zündeln.

Die Wäscheleine hängt jetzt auch wieder zwischen den Bäumen, weil die Wäsche jetzt auch wieder mal die Chance hat trocken zu werden. Was bedeutet ich bin dann auch schneller im Waschsalon fertig und spare mir auch noch die zwei Euro zum Wäsche trocknen.

Es ist noch ein bißchen früh die Winterklamotten wegzuräumen, aber manche müssen auch überhaupt gar nirgendwohin gepackt werden, weil sie tatsächlich löcherig und Fadenscheinig geworden sind. Dummerweiße natürlich auch welche von den Sachen die ich am liebsten trage. Vor ein paar Tegen erst stand ich fast eine halbe Stunde mit einer Schlafanzugshose in der Hand im Wagen, zwischen Ofen und Wäschetonne hin und her gerissen. Der Verstand hat gesiegt und das Teil ist von den Flammen verzert worden, ohne dass ich ein Erinnerungslappen raus geschnitten habe, mit denen ich dann die Fenster hätte putzen können.

Der März startet also auch mit einer neuen Leichtigkeit und der Bereitschaft mich von vielen Dingen zu trennen, die ich sogar mit nach Spanien geschliffen habe. Meine Nudelmaschine, die Flockenquetsche, meinen Dehydrator und vielleicht sogar meinen Blender. Ha, geschrieben liest es sich noch beknackter. Ja, ich kann mich noch gut an die Blicke erinnern, als ich mit dem nötigsten im Bus nach Spanien angekommen bin und voller Triumph eine Flockenquetsche ausgepackt habe. Ja, frische Flocken schmecken besser als vorgequetschte und haben vielleicht auch mehr, was weiß ich was, Vitamine … aber um ehrlich zu sein … ich benutze die Flockenquetsche nicht wirklich oft. Und wenn ich mich wieder auf den Weg mache, ohne Auto, dann passt die nicht ins Gepäck.

Nun ja, neue Leichtigkeit, alles muss raus.

Selbst ich, nämlich in den Garten. Ein bißchen was ist schon vorgezogen. Der Salat im Frühbeet guckt schon mit grünen Miniblättchen, Radischen und Möhren sind ausgesäht.

Die Liegestühle sind auch schon ausgepackt, im Laufe diesen Monats kommt noch die Hängematte dazu.

Auf dem Schuttplatz flattern schon Schmetterlinge und unzählige Wild und Erdbienen sind unterwegs. Mutschekiebchen sitzen überall, die Hasen jagen über die Schuttberge und die Ratten tanzen vor meiner Haustüre rum. Alle Frühlingsblumen gucken schon, die ein oder andere Zwiebel scheine ich zu tief eingegraben zu haben, die gucken dann ein bißchen untersetzt – aber in zwei Wochen wird es hier knallbunt sein und ich freu mich drauf. Alles knospt wie verrückt und man sieht es ist kurz vorm platzen. Ich werde irgendwann aufwachen, raus gucken und fest stellen, dass die Bäume Blätter haben.

Die Wagentüre steht jetzt auch wieder fast den ganzen Tag auf. Man sitzt dann irgendwie den ganzen Tag im Freien und man sieht es mir jetzt schon an, mein blassblau wird wieder zum Caramel.

Die Hunde dösen wieder in der Sonne und Fibie schafft es jetzt vor 10 Uhr morgens aus dem Bett zu steigen. Wir sind jetzt also wieder vor 8 Uhr im Feld.

Ostern liegt ja auch an. Ich werde Ostersonntag meinen ersten Kaffee trinken. Seit Aschermittwoch.

Scheint doch alles ganz entspannt zu werden.

Also April im Bauwagen kann man wunderbar aushalten.

Ein Gedanke zu “Der Bauwagen im April

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