Der Juli, der Bauwagen, mein Plan und ich

Mein schöner zwei mal die Woche Flow – total am Arsch.

Ich gehe mal nicht davon aus, dass sich irgendjemand Sorgen um mich gemacht hat. Trotzdem ärgert es mich ein wenig.

Aber die Hitze hat mich voll aus den Schuhen gehauen. Hat mir sogar den Apetitt verdorben. Ich habe quasi nur komatös in der Hängematte gelegen und meinem Schweiß beim tropfen zugehört. Meine Finger wären mit der Tastatur verschmolzen wenn ich versucht hätte was zu schreiben.

Ich werde diese Gefühle sammeln und aufbewahren, für den nächsten Winter. Und ich bin so froh, dass sich der Job im Süden zerschlagen hat. Ich weiß doch, dass ich Temperaturen über 25 Grad nicht aushalte. Wie kann ich mich auch immer auf so einen Mist einlassen.

Fehlendes Internet kommt auch noch dazu. Ich komme mit meinem Laptop nur noch über Kabel ins Netz. Wie ich das geschafft habe? Keine Ahnung. Ich hab ihn mal wieder zugeklappt und dabei meine Hand auf der Tastatur gehalten und danach war das so. Micha hat schon mal geguckt, sogar meinen Rechner mit nach Hause genommen … bei ihm funktioniert alles. Wer weiß.

Ich war ja letztes Wochenende im Norden, genau gesagt in Lübeck, um mir mein neues Zuhause anzuschauen. Ich habe beschlossen es besser mal zu lassen. Das Haus war wunderschön genau wie der Garten und das Gewächshäuschen … seufz, allerdings so merkwürdig geschnitten, dass bis auf die Bäder alles Durchgangszimmer waren und somit ein Mindestmaß an Privatsphäre nicht gewährleistet werden konnte. Mag sein, dass ich da zu konservativ bin, aber ich will ein Zimmer um es hinter mir zuzumachen mit einer Türe die nicht aus Glas ist. Obendrein ist im Haus eine Katze und zwei Mieter die sich mit dem Hausbesitzer nicht so gut verstehen. Da stellt euch mal Fibie vor, die Morgens um 6 bellend und kreischend durch den Garten rennt um Ratten zu jagen. Ich war das ein bichen enttäuscht und auch ärgerlich, weil man das auch hätte klären können ohne 8 Stunden im Zug zu sitzen, aber scheinbar ist mein Drang zur Priatsphäre und Ruhe etwas so Besonderes, dass man es sich eben hätte nicht denken können.

Nun gut, bin ich eben mal in Lübeck gewesen.

Ich habe noch ein paar Angebote und jetzt kenne ich wenigstens die Fragen, die man vorher stellen muss. Oder weiß halt das für mich Sachen selbstverständlich sind, die es für andere eben nicht sind.

Was passiert jetzt weiter?

Also ich habe nochmal inseriert. Und auch da haben sich schon welche gemeldet. Röhn scheint auch eine Option zu werden. Sehr weit weg vom Meer, allerdings viel, viel näher an meinen Schwestern, was ich ziemlich gut finden würde. Der Ort ist ein wirklich kleines Dorf und die ganze Gegend erinnert mich ein wenig an die Gegend in der ich meine Kindheit verbracht habe.

Die Hunde dezimieren die Anzahl der Interessenten erheblich, denn manche möchten eben keine Hunde im Haus haben. Trotzdem wurde ich angeschrieben mit der Frage ob ich die Hunde denn nicht in den Zwinger sperren könnte, wie andere das auch tun.

Da reagiere ich nicht mal drauf. Ich kriege auch immer halbe Krämpfe wenn ich höre „Ja, ja die Hunde sind schon ein Hinderniss.“

Sind sie nicht, sie helfen die falschen Personen gleich von vorneherein auszusortieren. Wenn meine Hunde nicht wären, wäre ich in Spanien verrückt geworden, wenn speziell Lenny nicht wäre, würde ich jetzt im Süden bei einem Psychopaten sitzen und wäre vermutlich richtig am Arsch.

Ich habe sogar schon einige male zu hören bekommen „Wenn die Hunde nicht wären könntest du viel länger arbeiten.“

Na das würde sich aber lohnen.

Man muss halt nur etwas Rücksicht nehmen auf die Hunde und da die beiden meine Familie sind, mach ich das eben sehr, sehr gerne.

Ich gebe zu, mir geht schon ein klein bißchen der Arsch auf Grundeis, weil die Zeit so wegschmilzt und ich immer noch keinen Plan habe, also so einen richtigen, genauen Plan.

Zumal ja schon die ersten Interessenten für meinen Wagen da waren, sich das ganze angeguckt haben und danach immer noch Interesse hatten. Zwar ist das Interesse 5000€ zu zahlen geringer, aber trotzdem … könnte ich quasi im September … auf der Straße sitzen.

Nein, natürlich nicht wirklich. Weil irgendwas geht ja immer. Am Ende wird alles Gut und wenn es nicht Gut ist, ist es noch nicht das Ende.

Und es ist ja gerade mal Juli. Es kann also noch viel passieren.

Geplant ist nicht allzuviel.

Ich lass das mal auf mich zukommen. Tomaten könnten diesen Monat reif werden.

Aber wir bummeln zu dritt so durch die Tage und noch ist es nicht langweilig.

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