47 *-*

Ich habe Geburtstag. Soll heißen ich bin JETZT 47. Also muss ich noch 20 Jahre arbeiten. Wenn ich zurück blicke gehen die ja schnell rum. Wenn ich nach vorne blicke, dann doch nicht schnell genug um einen Kackjob zu machen. Und ehrlich gesagt – den mache ich derzeit wieder. Alles auszuhalten, weil die Kollegen nett sind – aber auf Dauer … neeeee.

Dieses Jahr ziehe ich das noch durch, weil ich genug Geraffel hatte. Außerdem ist mein Weihnachtsurlaub schon genehmigt.

Nach langem hin und her habe ich mich dazu entschieden ein Fernstudium zu beginnen. Ich investiere noch mal in meine Bildung. Natur und Umweltpädagogin solls sein.

Auf die „Was Hänschen nicht lernt“ Sprüche geschissen und meiner Freundin Katja geglaubt, die meinte, dass das Hirn ein Muskel ist.

Ich bekomme stundenweise eine Krise, bin dann überzeugt, dass ich das niemals schaffe, aber nach einer Stunde durch den Auwald latschen bin ich dann doch ganz zuversichtlich. Aber es ist natürlich ein ganz schönes Brett. Ich werde mich da nicht durchmogeln können, überfliegen, ankreuzen und danke fürs Zertifikat.

Ich sitze jeden Tag da und lerne richtig. Und es macht Spaß.

Ich habe mir fest vorgenommen die Zeit nicht zu überschreiten.

Die Zeit zum abhängen, rumbummeln, vertrödeln und Candy Crush zocken ist definitiv weniger geworden. Fühlt sich aber alles sehr gut an.

Und ich habe wieder angefangen zu joggen, da ich mich besser konzentrieren kann wenn ich mich vorher bewegt habe.

Ich habe nicht vor hier in Leipzig in einem Waldkindergarten zu arbeiten. Alleine bei dem Gedanken bekomme ich Sodbrennen. Eigentlich will ich überhaupt nichts mit kleinen Kindern machen. Außer mit meinem Enkelkind.

Aber zu dem Studium gehört Event Management und daran hats ja bei meiner Yogalehrertätigkeit gemangelt. Deswegen bin ich da nie mit dem Arsch an die Wand gekommen.

In vielen Institutionen kann man gerne Kochkurse, Yogastunden und alles Mögliche anbieten – ehrenamtlich. Aber sobald man bezahlt werden möchte bekommt man den fehlenden Pädagogischen Abschluss vorgehalten.

Ich glaube das fehlt in meinem Gesamtpaket und ich bin froh, dass ich mich dafür entschieden habe.

Weil seit der Karton mit den Studienunterlagen angekommen ist, fühle ich mich wieder total hibbelig und aufgekratzt. Ich freu mich so weil mir alle Möglichkeiten offen stehen und ich meinen Weg gefunden habe, diese stille Auszeit, die nicht nur am bescheuerten Corona liegt, sondern ja schon vorher durch den alten Hund begonnen hat, gut zu nutzen.

Und ich liebe mein liebes Fräulein, das mit jedes mal eine Abreibung gibt wenn ich sage, dass ich für irgendwas zu alt bin.

Also wird das kommende Lebensjahr nochmal eins für Schulbücher, Gemüsegarten und so einer Art Zuhause. Das ich das manchmal vollkommen schrecklich finde, liegt vermutlich an den Wechseljahren. Also meistens gehts mir ganz gut.

Und wenn keine Luft mehr nach oben wäre, hätte man bestimmt weniger Motivation was neues zu Beginnen.

Also … auf ein Neues.

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