Von wegen angekommen …

Es geht doch noch weiter.

Still geworden, he. Aber am Arsch. Dieser Flow hätte mich stutzig machen müssen.

Da ich ja die Lieblichkeit in Person bin, kann es also nur an den vielen, nicht weiter geschickten Kettenbriefen liegen.

Wenn sogar Napoleon eine Schlacht verloren hat, weil er zu beschäftigt war diesen Kettenbrief 12 mal abzuschreiben und an 12 Freunde weiter zu geben, wer bin ich denn, der meint vom Schicksal verschont zu werden, wenn ich noch nicht mal die Whats App weiter schicke.

So hat es mich wieder mal erwischt. Nach einem Jahr Beziehung, haben wir uns mal zusammen gesetzt und wollten ein Resümee ziehen und mussten fest stellen, dass unterm Strich nicht das raus kommt was wir erwartet hätten.

Allerdings verstehen wir uns ganz gut und wohnen auch ziemlich gern zusammen. Deswegen bleibt erst mal alles so wie es ist. Aber es ist wieder Platz zum Planen. Was mich aber zugegebenermaßen gelegentlich ankotzt.

Aber ich fange ja im März an in einer Gärtnerei zu arbeiten und freue mich da schon volle Bude drauf. Und auch wenn an Leipzig nicht mein Herz hängt, werde ich jetzt nicht hier weg gehen. Ich ziehe in eine fantastische Großstadt, lebe direkt am Puls – während der Corona Phase und jetzt wo die Chance besteht, dass man diesen Sommer ein paar Biergärten besuchen kann, werde ich wohl wieder weg gehen. Ich brauche eine Saison Kneipen, Biergarten und Livemusik. Danach kann ich weiter ziehen. Nur diesmal einhundig mit einer neuen Ausbildung.

Aber ich bin ja jetzt auch Oma. Richtig – das liebe Fräulein ist jetzt erstens eine verheiratete Frau und zweitens eine Mutter von – ich sags wie es ist – dem niedlichsten Baby was es gibt. Ich kann und darf keine Fotos veröffentlichen – weil sonst alle neidisch werden würden. Aber das Bedürfnis ist sehr groß, jedem ungefragt ein Foto unter die Nase zu halten bis er zugibt kein niedlicheres Baby gesehen zu haben. Ich werde doch irgendwann eine Handtasche brauchen. Damit ich so ein kleines Album mit mir rumschleppen kann. Das gehört nämlich in eine Omahandtasche. Zusammen mit Erfrischungstüchern, einer Flasche 4711 und Bonbons die ein bisschen nach 4711 schmecken.

Und natürlich werde ich dieses Jahr Omamäßig meinen eigenen Gemüsegarten bebauen. Und Christian wird trotzdem die Hütte renovieren, da er mit ein paar Freunden den Garten dann übernimmt.

Also so sieht mein Plan dann erst mal aus. Das Studium fertig machen. Und ich habe auch schon über die Hälfte geschafft.

Ehrenamtlich für eine Naturschutzorganisation mitarbeiten um das erlernte zu festigen.

Im Winter 2021 noch mal die Fühler Richtung Norden ausstrecken um mir dort einen Job zu suchen. Spätestens März 2022 mit Fibie im Lastenrad die nächste Reise antreten. Das wird so cool – denke ich.

Bis dahin werde ich noch viele Socken stricken, Klamotten nähen, meinen Garten bestellen, einkochen …

Wir haben dieses Jahr z.B. noch keine Nudeln gekauft. Immer selber gemacht. Und bisher habe ich ca. 80% unser Brot selber gebacken. Humus selber gemacht und Süßigkeiten erfunden.

Das war ja auch einer meiner Vorsätze. Müllvermeidung durch selbst machen. Hat bisher gut geklappt.

Das liebe Fräulein hat ein bisschen Angst um mich. Sie meint ich sollte sofort zurück nach Halle kommen. Sie glaubt, dass ich am Ende vielleicht doch in Leipzig bleibe, aus reiner Gewohnheit. Das wir am Ende, frei nach dem Motto – besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach – zusammen wohnen bleiben, weils gerade so ok ist. Da haben wir uns sogar ein wenig gestritten.

Ich will doch nur mal ein Jährchen Langeweile oder Beständigkeit.

Aber ich bin doch niemand, der sich einen faulen Kompromiss als Komfortzone einrichtet, nur weil er zu Bequem ist weiter zu ziehen.

Ja, vor zwei Wochen dachte ich, dass ich gar nicht drauf klar komme. Aber jetzt wo der Schnee weg ist, könnte ich sofort loslaufen. Und ja, ich freue mich drauf.

Natürlich wäre ich gerne irgendwo angekommen. Und ich würde so gerne einen Garten um dort wieder Artischocken anzubauen. Also eine Pflanze, die erst im zweiten Jahr Früchte trägt. Aber – dann ist das eben so – das hier nicht mein Platz ist.

Vielleicht schaff ichs ja doch ans Meer.

Sehr interessant. Es bleibt spannend.

3 Gedanken zu “Von wegen angekommen …

  1. Liebe Tanja, einige halten noch nicht Mal 1 Jahr Beziehung aus. Ich bin dann 14 verheiratet und naja. Aber du wärst nicht du wenn du es nicht wuppen würdest. Und wer weiss war dies eine Vorbereitung auf den mr. Right der um die Ecke kommt. Ich würde mich freuen wenn du vielleicht Mal nach Oberschwaben kommst auf einen Abstecher. 😂😅 Liebe Grüsse Ruth

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