Buddhismus – Pfad 5 und 6

Tatsächlich, es sind schon wieder zwei Wochen um. Deswegen kommen wir jetzt zu Pfad 5 und 6.

Den rechten Lebenserwerb und die rechte Anstrengung

Rechter Lebenserwerb. Der Handel mit Waffen und Lebewesen, Pelz, Fleisch, Gift, Drogen, Wetten und Glücksspiel ist für Buddhisten kein rechter Lebenserwerb. Berufe, die anderen Gutes tun dagegen schon. Und ob Krankenschwester, Müllmann oder Friseurin…man tut etwas Gutes für andere. Ich habe sehr viele Jahre im Callcenter gearbeitet und bin davon überzeugt, dass auch dieser Beruf, mit der richtigen Einstellung ein rechter Lebenserwerb ist. Man hilf Menschen am Telefon. Man erfüllt ihre Wünsche, steht geduldig und tröstend zur Seite wenn sich ihre Wünsche nicht wie gedacht erfüllt haben oder erfüllen werden und holt sie sanft auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn ihre Wünsche ein wenig unrealistisch sind. Also die Menschen die an der Line sitzen, direkt an der Front arbeiten, gehen einen rechten Lebenserwerb nach. Die Menschen die sie zum Mindestlohn einstellen und sie nur als Arbeitsmittel und Zahlen sehen und ohne Rücksicht ausbeuten haben nicht.

Aber die innere Einstellung ist auch wichtig. Also putzen ist an und für sich was Gutes. Wenn ich aber mit ein und dem selben Lappen erst das Klo sauber wische und dann damit sie Zahnputzgläser nach poliere, dann habe ich definitiv die falsche Einstellung und mache einen guten Job mies und damit unheilsam.

Lehrer, und die habe ich während der Schulzeit des lieben Fräuleins kennen gelernt, die irgendwann in den 70ern studiert haben und sich strikt weigern mal was neues dazu zu lernen, im Jahr 2014 immer noch die Vorstadtkrokodile als Lektüre lesen lassen, weil sie die passenden Arbeitsblätter dazu seit 20 Jahren in der Schublade liegen haben, tragen auch nicht wirklich was Gutes bei.

Egal was du machst, mach es von ganzem Herzen und voller Freude. Klappt nicht immer. Man kann es aber üben. Wenn ich die Zimmer putze, stelle ich mir immer vor, dass der Gast ein voll lieber Mensch ist und sich total freut. Das geht tatsächlich ganz gut.

Die rechte Anstrengung

auf den Pfaden zu bleiben. Wenn man mal daneben tritt sich nicht gleich sagen „Wird eh nix.“ oder „Einer geht noch.“ Sich immer wieder zurück holen. Es bemerken wenn man runter will. Wenn man ausrasten, faul werden, schlecht reden möchte. Dazu stehen wenn es passiert ist. Sich selbst zurück pfeifen wenn man zu schnell unterwegs ist. Unbequemen Menschen und Situationen Dankbar sein für die Lektion und das Training in Gelassenheit.

Viel Spaß beim umsetzen ;o)

2 Gedanken zu “Buddhismus – Pfad 5 und 6

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